5 Content Strategien für dein Unternehmen

Instagram wächst und wächst und verzeichnet mittlerweile mehr als 700 Millionen User weltweit. Das bedeutet, Instagram hat es geschafft innerhalb von wenigen Monaten mehr als 100 Millionen neue User zu gewinnen.

Auch in Deutschland ist der Wachstum nicht zu stoppen, wo man im Jahr 2014 noch von 4,2 Millionen aktiven Nutzern spricht, hat man im Jahr 2017 die 11 Millionen User erreicht und die Prognosen zeigen, das ist noch lange nicht das Ende.

Doch all diese Zahlen werden dich nicht überzeugen, wenn du ein Unternehmen präsentierst und du kein zufriedenestellendes Feedback erhälst, somit keinen erfolgreichen Account aufbaust und auch nicht profitierst.

Daher habe ich 5 Conent-Strategien für dich zusammengefasst, um dich von dem Gegenteil zu überzeugen und dir den Einstieg bei Instagram zu erleichert. Damit solltest du dir einen Überblick über das vorhandene Marketing Potenzial von Instagram verschaffen können.

Doch ein Tipp bevor es losgeht…

Trenne deine private Seite von deiner Unternehmensseite

Anders als Facebook hat Instagram lange Zeit nicht zwischen privaten Profilen und Firmenprofilen unterschieden. Jede erstellte Seite verfügt daher über die gleichen Funktionen – ob du die Seite also privat oder für dein Unternehmen nutzen möchtest, bleibt dir überlassen. Mittlerweile hat sich dies etwas geändert und Unternehmen stehen besondere Analyse und Werbefunktionen zur Verfügung. Dennoch haben viele Nutzer den Wechsel nicht wahrgenommen und posten auf ein und dem selben Profil verschiedene Inhalte. Hier geht es um die Nutzung von Instagram als Marketing-Kanal.

Dabei gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Lager. Das eine Lager sieht Instagram als Art Ergänzung anderer Social-Media-Kanäle und zeigen sich hier von ihrer persönlichen Seite. Auf Facebook & Co. wird geworben, auf Instagram hingegen will man dem Unternehmen von der persönlichen Seite zeigen. Das ist auch in Ordnung – es ist schließlich genau das, was Social-Media-Gurus seit Jahren predigen.

Das Ergebnis dieser Herangehensweise sind allerdings Instagram-Seiten von halbwegs schicken Unternehmen voller Bilder ihrer stinknormalen Büroräumen oder neuen Praktikanten, die niemandem wirklich interessieren oder etwas sagen. Wenn du nicht für den Instagram-Auftritt von Google zuständig bist, würde ich dir von dieser Strategie abraten.

Und dann gibt es das andere Lager, zu dem auch ich gehöre. Wir sind der Meinung, dass deine Dienstleistungen oder produkte im Vordergrund stehen sollten, egal bei welchem Kanal. Umso mehr gilt das, wenn wir von kleinen oder mittleren Unternehmen sprechen, deren Bekanntheit sich in Grenzen hält. Ohne negativ sein zu wollen, aber es gibt wirklich nicht viele Dinge, die Instagram-User weniger interessieren als die Kaffeemaschine eines No-Name-Unternehmens oder das Selfie der verschwitzten Grafik-Designerin nach dem Joggen. Außerdem bringen dich solche Postings auch nicht wirklich weiter.

Deshalb mein erster und wichtigster Rat: Egal von welcher der fünf Strategien du dich angesprochen fühlst, trenne Persönliches von deinem beruflichen Instagram-Account!

Strategie 1: Lass deine Dienstleistung oder Produkte für dich sprechen

Die einfachste Methode, eine sinnvolle Instagram-Seite für dein Unternehmen aufzubauen, besteht darin, deine Produkte oder Dienstleistungen in den Fokus zu rücken. Wähle schöne Produktfotos aus oder fotografiere sie einfach selbst.

Dass man für diese Strategie keine Hochglanzfotos braucht, zeigt die Drogeriemarktkette dm ganz eindrucksvoll. Auf seiner Instagram-Seite postet dm regelmäßig neue Pflegeprodukte oder zur Jahreszeit passende Kosmetik-Artikel. Und die Kommentare unter den Bildern sind Beweis genug, dass diese Strategie die Kaufbereitschaft steigern kann.

Auch Kreative, Dienstleister oder Handwerker jeglicher Art profitieren von dieser Strategie. Erzähle in Bildern, wie du an einem Auftrag arbeitest oder zeige das Endergebnis. Auch Vorher/Nachher-Fotos kommen immer gut an. Das Ziel ist es, deine Expertise und deine Arbeit zur Schau zu stellen, um mögliche Kunden von deinem Können zu überzeugen. So baut man eine Verbindung zu ihnen auf, noch lange bevor eine Zusammenarbeit entsteht.

Die freie Illustratorin und Grafik-Designerin Susanne Hiepler zeigt gerne ihre Kunst bei Instagram. Der Bonnerin ist ein Phänomen aufgefallen: Wenn man „beruflich“ bei Instagram aktiv ist, wird die eigene Arbeit auch von Menschen entdeckt, die sonst nicht auf die Idee kommen würden, danach zu suchen. „Ich bekomme oft Likes und Kommentare von Leuten ohne jegliche künstlerische Ader“, sagt sie. Ihrer Meinung nach setzen die User die Instagram-Bilder mit einem Lifestyle gleich – und das gefällt ihnen.

Der Vorteil dieser Strategie ist die relativ einfache Umsetzung. Mit wenigen Ausnahmen kann sie von fast jedem Unternehmen oder Selbstständigen eingesetzt werden. Allerdings muss man darauf achten, dass die Instagram-Seite nicht zu monoton wirkt.

Strategie 2: Wähle ein Thema und baue dazu eine Welt auf

Ähnlich wie bei der ersten Strategie spielen auch hier die Produkte die wichtigste Rolle. Allerdings geht man hier einen Schritt weiter und zeigt nicht nur das Produkt allein, sondern setzt es in einen Kontext. Es wird also nicht bloß ein Produkt beworben, sondern ein ganzer Lifestyle. Im Gegensatz zur Strategie 1, sind hier qualitativ hochwertige Bilder, die positive Gefühle vermitteln, sehr wichtig. Der Gedanke dahinter: Auch du kannst Teil dieser unglaublich tollen Community werden. Die einzige Voraussetzung ist es, unsere Produkte zu haben.

Diese Strategie eignet sich besonders gut für Unternehmen aus dem Mode- und Lifestyle-Bereich. Einige gelungene Beispiele dafür sind die Instagram-Seiten von Nike oder Adidas .

Auch Unternehmen kleinerer Größenordnung finden Wege, diese Instagram-Strategie umzusetzen. So zum Beispiel Allyouneedfresh.de, einer der ersten Online-Supermärkte Deutschlands. Das Unternehmen legt großen Wert auf frische und regionale Produkte – doch täglich Bilder von Lebensmitteln bei Instagram hochzuladen, würde die Seite schnell nach einem Discounter-Katalog aussehen lassen. Deswegen geht das Social-Media-Team einen anderen Weg und postet schöne Bilder von leckeren Speisen, oft mit dem passenden Rezept dazu. Das sieht nicht nur schöner aus, sondern bringt einen echten Mehrwert für den User.

„Wir wollen zeigen, wie schnell und einfach abwechslungsreiche, gesunde Ernährung sein kann“, so Franziska Przymusinski, Social-Media-Managerin bei Allyouneedfresh.de. „Außerdem bietet diese Content-Strategie die Möglichkeit, die Breite unseres Sortiments, spielerisch und optisch attraktiv darzustellen und dabei einen bestimmten Lifestyle und Insights in das Unternehmen zu vermitteln“, so die Fachfrau.

Du hast ein kleines Budget und kannst dir keine Hochglanzfotos von deinen Produkten oder teure Stockbilder leisten? Kein Problem – hier findest du fünf Seiten, die kostenlose und lizenzfreie Bilder zur Verfügung stellen.

Der größte Vorteil dieser Strategie ist der communitybildende Charakter und der Mehrwert für den Nutzer. Allerdings lässt sich diese Herangehensweise ohne ein richtiges Content-Team und ohne hochwertige Bilder nur schwer umsetzen.

Strategie 3: Lass die Kunden die Arbeit machen

User Generated Content erfreut sich im Social-Media-Zeitalter einer großen Popularität. Vor allem die sogenannten Love Brands können davon am meisten profitieren, denn diese Unternehmen haben viele leidenschaftliche Fans, die auch ohne Aussicht auf jegliche Gegenleistung fleißig die Produkte ihrer Lieblingsmarken in den sozialen Medien posten.

Für die Unternehmen ist das natürlich ein Volltreffer, denn es ist erwiesen, dass sich Menschen zu einem Produkt oder einer Dienstleistung automatisch hingezogen fühlen, wenn ein Freund eins von beiden bereits kennt und dem Unternehmen vertraut. Anstatt Models für teure Kampagnen zu buchen, hat man echte Testimonials – kostenlos.

Daniel Wellington ist eine Uhrenmarke aus England, die elegante und minimalistische – aber trotzdem preiswerte – Uhren herstellt. Es hat deshalb nicht lange gedauert hat, bis die stilbewusste Instagram-Community die Uhren entdeckt hat. Seitdem laden die Fans haufenweise Bilder der Uhren bei Instagram hoch. Kein Wunder, dass die Seite von Daniel Wellington hauptsächlich aus sogenannten „Regrams“ besteht, also aus Bildern von anderen Instagram-Usern.

Die Vorteile dieser Strategie sind die große Glaubwürdigkeit der Kampagnen, die niedrigen Kosten und die Interaktion zwischen Unternehmen und Usern. Allerdings funktioniert diese Strategie nur dann, wenn du Produkte hast, die die Instagram-Community gerne fotografiert.

Strategie 4: Zeige, wie zufrieden deine Kunden sind

Erzähle nicht, dass du es kannst – zeig es! Das ist das Motto dieser Strategie, und Instagram bietet die perfekte Plattform dafür. Besonders gut eignet sich diese Herangehensweise, um zu zeigen, wie effektiv deine Dienstleistungen sind. Friseure, Fitness-Trainer, Make-up-Artists und generell Berufe, bei denen ein direkter Kontakt zu Kunden stattfindet, sind prädestiniert für diese Strategie. Wie das in der Praxis aussehen kann zeigt der Instagram-Account der Kosmetikerinnen Unique Lashes aus Hamburg. Regelmäßig werden hier Bilder von Kunden gepostet, die gerade eine Wimpernverlängerung erhalten haben.

Ähnlich wie beim User Generated Content ist auch hier die große Glaubwürdigkeit der Bilder der wichtigste Vorteil. Der Nachteil ergibt sich aus der Tatsache, dass für diese Strategie ein direkter Kontakt zu den Kunden benötigt wird und dass du für die Verwendung der Fotos auf deren Zustimmung angewiesen bist.

Strategie 5: Blogge auf Instagram

Wer sich an die Anfangszeiten von Twitter erinnert, der weiß, dass man das Social Network gerne als Microblogging-Plattform bezeichnete. Damals hatte man nur 140 Zeichen zur Verfügung – sonst gar nichts. Und es funktionierte trotzdem. Im Gegensatz dazu kann man bei Instagram ein Bild hochladen und in deutlich mehr als 140 Zeichen eine Geschichte in der Fotobeschreibung erzählen.

Diese Strategie eignet sich besonders gut für Blogger und die sogenannten „Thought Leader“ (Vordenker) – oder diejenigen, die das sein wollen. Aber auch Unternehmen oder Dienstleister können Instagram als Blogging-Plattform nutzen, um eine leidenschaftliche Community rund um ihr Thema aufzubauen. Das bringt auf jeden Fall mehr als unspektakuläre Fotos vom „Büroalltag bei der Firma XY“.

Mit der Instagram-Seite Insta Pro hat der Autor dieses Artikels selber Erfahrungen mit dieser Strategie gesammelt. Ich widme mich dem Thema „Erfolg bei Instagram“ und poste mehrmals wöchentlich kurze Tipps und Tricks, die jeder Seitenbetreiber umsetzen kann. Das Feedback ist durchaus positiv, und von den Interaktionen bei Instagram kann ich auf anderen Social Networks nur träumen.

Dass man mit solchen Instagram-Blogs sogar ein Millionenpublikum erreichen kann, beweisen Accounts wie Forever Gold.

Das ist auch der größte Vorteil dieser Strategie: Man kann eine Community aufbauen, die sich rund um ein Thema austauscht. Man schafft einen echten Mehrwert für den Nutzer und baut sich gleichzeitig ein Publikum auf, das man in einem weiteren Schritt monetarisieren könnte. Der Nachteil ist die relativ zeitaufwändige Produktion der Bilder und Texte.

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